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Aktuelles

Gute GEW-Veranstaltung „Kollegiale Fallberatung“

Veröffentlicht: Montag, 09. Mai 2016

Am Dienstag, dem 3.5.16 trafen sich 12 Teilnehmer und Teilnehmerinnen in der Mühlenschule Holm Seppensen zur GEW Fortbildung.

Veronika Schulte vom klär-werk „Kommunikation und Mediation für Schulen“ referierte über das Thema „Kollegiale Fallberatung“.

Nach dieser theoretischen Einführung ins Thema lernten wir verschiedene Methoden der Fallberatung kennen.

Folgende interessante und bewährte Methoden wurden vorgestellt:
„Ideenfinden“, „Kopfstand-Brainstorming“, „Act-Storming“, „Resonanzrunde“ und „Gute Ratschläge“.

Danach konnten wir am Beispiel zweier Fälle aus der Praxis zwei unterschiedliche Methoden ausprobieren. Dabei wurde das Potential und das Wissen der Gruppe mit gleichem beruflichem Erfahrungshintergrund genutzt. Recht schnell wurden praxistaugliche Lösungen gefunden.

Wir hätten gerne noch weitere Fälle aus der Praxis bearbeitet, doch die Zeit machte uns einen Strich durch die Rechnung.

Es war eine gelungene Fortbildungsveranstaltung und eine gute Hilfe für unseren schulischen Alltag.

 

                                                     Harald Aron

GEW weiterhin führende Kraft - Klare Mehrheiten in den Personalvertretungen

Veröffentlicht: Sonntag, 24. April 2016

Personalratswahlen in Schulen
GEW weiterhin führende Kraft
Klare Mehrheiten in den Personalvertretungen

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Niedersachsen hat bei den Personalratswahlen 2016 ihre
Position als stärkste Interessenvertretung behauptet. 95.000 Beschäftigte an den 3.300 Schulen waren
zur Wahl der Schulpersonalräte und der Schulstufenvertretungen in der Landesschulbehörde und im
Kultusministerium aufgerufen. Die GEW konnte ihre Mandatsmehrheit verteidigen und hat im Schul-
hauptpersonalrat jetzt 15 von 25 Sitzen und in den 4 Schulbezirkspersonalräten mindestens 15 Sitze von
25 gegenüber allen Verbänden des Beamtenbundes. Das beste Ergebnis wurde im Schulbezirkspersonal-
rat Lüneburg erzielt, wo die GEW insgesamt 17 der 25 Sitze erringen konnte.

Erstmals wurden die Personalräte nach den Bestimmungen des neuen Personalvertretungsgesetzes
gewählt, das nur noch die Unterscheidung in die Gruppen der Beamtinnen und Beamten und der
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vorsieht.
Die bisherigen schulformbezogenen Fachgruppen gibt es im Personalvertretungsgesetz nicht mehr.
Bei den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern votierten 2/3 der Wählerinnen und Wähler für die
GEW. Hier fielen 3/4 der Sitze an die GEW.
In der Gruppe der Beamtinnen und Beamten ergaben die Wahlen auch eine klare Mehrheit sowohl der
Stimmen als auch der Mandate für die GEW. Immerhin zwischen 55 – 62% der Wählerinnen und Wähler
stimmten in der Gruppe der Beamtinnen und Beamten für die GEW.

„Das Ergebnis ist ein neuerlicher Vertrauensbeweis für die GEW", erklärte der GEW-Landesvorsitzende
Eberhard Brandt, auch wenn es nicht gelungen sei, das Rekordergebnis von 2012 zu halten. „Wir müssen
jetzt genau analysieren, an welchen Schulen wir unsere Gewerkschaftspositionen besser darstellen
müssen“, skizzierte Brandt die nächsten Aufgaben.

Die neu gewählten Schulpersonalräte werden in den nächsten Wochen durch die GEW Schulbezirksper-
sonalräte geschult, damit sie ihrer anspruchsvollen Aufgabe gerecht werden können. Die GEW fordert,
dass die Freistellung für die Tätigkeit der Schulpersonalräte angehoben wird.

Die GEW wird bei der aktiven Interessenvertretung noch einen Zacken zulegen. Zu Anfang des neuen
Schuljahres wird die GEW die Arbeitszeitstudie der Universität Göttingen vorstellen. „Wir sind auf die
Ergebnisse gespannt. Die Landesregierung wird diese nach dem Urteil des OVG Lüneburg nicht ignorie-
ren können", so Eberhard Brandt. Die Verbesserung der Personalausstattung für Inklusion, Ganztag und
Sprachförderung sowie für eine Vertretungsreserve stünde auf der Tagesordnung.

Bei den Wahlen zu den Personalvertretungen im Bereich des Ministeriums für Wissenschaft und Kultur,
des Sozialministerium und in den nichtschulischen Bereichen des Kultusministeriums haben die ge-
meinsamen Listen von GEW/ver.di überzeugende Siege errungen. So stellen GEW und ver.di im Haupt-
personalrat des Wissenschaftsministeriums acht von elf Personalräten und beim Hauptpersonalrat des
Kultusministeriums entfallen von sieben Mandaten fünf auf GEW und ver.di.
Bei der Niedersächsischen Landeschulbehörde sieht es ähnlich positiv aus: 5:2 Sitze beim Bezirksperso-
nalrat und 9 von 13 im Gesamtpersonalrat der Behörde werden von GEW und ver.di besetzt.
Ein großartiger Erfolg für die beiden DGB-Gewerkschaften.

Verantwortlich: Rüdiger Heitefaut

Auseinandersetzung um die Arbeitszeit der Lehrkräfte

Veröffentlicht: Montag, 18. April 2016
 GEW-Arbeitszeitstudie  gegen  MK-Online-Befragung

Am Sonntag, dem 03. April 2016, war der letzte Tag der Erhebungsphase der GEW-Arbeitszeitstudie. Die Auswertung übernimmt nun nach wissenschaftlichem Standard die Universität Göttingen. Am 01. August 2016 sollen die Ergebnisse auf einer Pressekonferenz in Hannover veröffentlicht werden.

Schon die Zwischenergebnisse lassen erahnen, dass diese GEW- Studie deutlich machen wird, dass die Arbeitszeit der Lehrkräfte höher ist, als sie sein darf.

Von diesem Ergebnis geht auch das MK aus und die Ministerin erkennt auch an, dass die Arbeit der Lehrkräfte reduziert werden muss. Allerdings mit der Schlussfolgerung, nicht die Unterrichtsverpflichtung zu senken, sondern Tätigkeiten außerhalb des Unterrichts zu kürzen oder weg zu definieren.

Dazu will die Landesregierung noch vor den Sommerferien (Mai/Juni 2016) eine freiwillige Online-Befragung aller 86000 Lehrkräfte in Niedersachsen durchführen. Das Motto „Mehr Zeit für gute Schule, weniger Papierkram und Konzeptionitis“ hört sich vielversprechend an, aber gleichzeitig betonen Ministerpräsident Weil und Kultusministerin Heiligenstadt, dass es keinen  finanziellen Spielraum für eine Reduzierung der Unterrichtsverpflichtung oder für mehr Anrechnungsstunden gibt.

Eine „Entbürokratisierung“ und „Entrümpelung“ von Vorschriften, die bekanntlich vom MK und der Landesschulbehörde in langjähriger Arbeit verordnet worden sind, reicht überhaupt nicht aus. Immer wieder müssen Lehrkräfte neue zusätzliche Aufgaben (z.B. Inklusion, Ganztag, Integration von Flüchtlingen usw.) ohne Entlastung übernehmen und die Regierung zeigt keinerlei Bereitschaft, die Unterrichtsverpflichtung zu senken.

Der Vorstand des  GEW-Kreisverbands Harburg lehnt, wie auch alle anderen Bildungsorganisationen, die MK-Online-Befragung ab, da sie aus gewerkschaftlicher Sicht keinen Sinn macht.

Gründe:

  1. Es soll keinerlei Reduzierung der Unterrichtsverpflichtung geben.
  2. Die diffusen Indikatoren, die aus dem Orientierungsrahmen „Schulqualität“ stammen, eignen sich nicht als Grundlage für eine Belastungsanalyse, die wissenschaftlichen Standards entspricht.

 

Die Lehrkräfte brauchen nicht „Mehr Zeit für Unterricht“, sondern eine Reduzierung der Unterrichtsverpflichtung und gezielte Entlastungen für besondere Aufgaben.

Zusätzlich zu der Forderung nach Reduzierung der Unterrichtsverpflichtung sollte die Schulverfassung der „Eigenverantwortlichen Schule“ auf den Prüfstand gestellt werden. Das Konzept der Output-Steuerung hat sich unserer Meinung nach nicht bewährt und sollte abgeschafft werden. Es bringt den Kollegien nichts, legitimiert aber alle möglichen Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, die von der eigentlichen pädagogischen Arbeit abhalten.

Kreisverband der GEW Harburg
Der Vorstand